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Fastnacht beim TuS in der 5. Jahreszeit
Seit den 1940er Jahren trägt der Verein zur
Unterhaltung in der närrischen Zeit in Haintchen bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man mit Maskenbällen, zumeist an den Fastnachtstagen – oftmals auch mit turnerischen Einlagen, um etwas Fröhlichkeit in die Herzen der
Menschen zu bringen. Geselligkeit und Frohsinn standen und stehen bei den Kappensitzungen des TuS Haintchen – unter der Präsidentschaft von Rolf Ammelung früher und der von Alfons Krickau heute – immer im Vordergrund. Anfangs wurden zwei Abendveranstaltungen angeboten, später kam dann noch der Kräppelkaffee am Sonntagnachmittag hinzu. Karnevalistische Frohnaturen aus Haintchen und Umgebung gaben sich in der fünften Jahreszeit beim TuS regelmäßig ein Stelldichein. Auswärtige Besucher wurden seinerzeit sogar mit Bussen angekarrt. Für die damalige Zeit eine schier unglaubliche Leistung aller Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen. Die wohl bekanntesten Kappensitzungen des TuS Haintchen wurden im Jahr 1990 an Ostern abgehalten. Wegen des damals stattfindenden Golfkrieges, wurden in Deutschlands Fastnachtshochburgen fast alle Veranstaltungen abgesagt. Doch Sitzungspräsident Rolf Ammelung hatte die geniale Idee. diese Sitzungen an Ostern nachzuholen. Für die Mitwirkenden und auch für die Zuschauer war es eine Riesensache. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Ausführliche Berichte über dieses ungewöhnliche Osterereignis sorgten in der heimischen Presse für Schlagzeilen. Auch „Leberecht“ in der „Nassauischen Neuen Presse“ mokierte sich über diese Veranstaltungen. Ein interessanter Artikel mit Bildern über diese „Ostersitzungen“ in der „Bildzeitung“ machte unser kleines Haintchen sowie den Sportverein auf einen Schlag „weltberühmt“ Ein besonderer Stolz erfüllt die Verantwortlichen des TuS Haintchen im Hinblick auf die Gestaltung der Bühnenbilder. die immer mit großem Aufwand und enormer Elektrotechnik hergerichtet wurden und werden. Die Hauptverantwortung liegt immer noch in Händen der Macher aus den 1970er Jahren. Rolf Ammelung konnte immer wieder junge Menschen für die Fastnacht begeistern und zum Mitmachen bewegen. Glücklicherweise wurde auf Grund dessen die Haintchener Fassenacht permanent von Eigengewächsen gestaltet. Zur Finanzierung der schönen sowie dekorativen Orden, die alljährlich unsere Mitwirkenden und auch die Helfer überreicht bekommen, wird seitens des TuS Haintchen ein Fastnachtsprogrammheft mit beachtlichem Umfang herausgegeben. Mit Schere und Klebstift bewaffnet lagen in früheren Zeiten Joachim Liesering, Alfons Krickau und Rolf Ammelung tage- und nächtelang über Papierfetzen, und gestalteten Seite für Seite und Anzeige für Anzeige des Programmheftes. Heute übernehmen Scanner und Computer diese mühevolle Kleinarbeit. Der Mann der ersten Stunde. Rolf Ammelung, gab im Jahre 1999 - für alle überraschend - das Zepter des Sitzungspräsidenten ab. Ihm gebührt ein besonderer Dank, wo er doch die Haintchener Fastnacht ganz entscheidend geprägt hat. Der 1. Vorsitzende des Turn- und Sportverein Haintchen, Joachim Liesering, leistete intensive Überzeugungsarbeit und konnte Alfons Krickau für das schwierige Amt des Sitzungspräsidenten gewinnen. Als Präsident des Elferrates und Leiter einer Sitzung legt Alfons Krickau nicht nur Spontanität, Witz, Humor und Schlagfertigkeit an den Tag, vielmehr bringt er auch die Gabe mit, bereits Monate vorher die Programmpunkte zu koordinieren, diverse Gruppen mit Texten zu versorgen, das Dorfgeschehen mit Argusaugen zu beobachten und - was ganz wichtig ist – die Mitwirkenden bei guter Laune zu halten. Die Kappensitzungen und der traditionelle Kräppelkaffee werden jedes Jahr durch Tanzdarbietungen, Büttenreden, Sketche und vieles mehr vom Publikum mit viel Applaus honoriert. Und wenn in der fünften Jahreszeit wieder ein dreifach donnerndes »Haintchen helau« durch die karnevalistisch geschmückte Turnhalle in Haintchen schallt, sind die Aktiven in ihrem wahren Element. |
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Das große Finale der Kappensitzung im Jahr 2002. Das Motto der Kampagne lautete: „Narrenwelt im Zirkuszelt“. (Auszug aus der Festschrift anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläum) |